Urteil

Rettungsassistent verliert seine Zulassung, weil er Schmerzmittel ohne ärztliche Anweisung verabreicht

Ein bereits seit vielen Jahren tätiger Rettungsassistent legte einer Patientin bei einem Einsatz einen venösen Zugang und verabreichte zwei verschiedene Schmerzmittel – ohne die hierfür eigentlich erforderliche ärztliche Anweisung. Bei der Frau kam es zu Störungen der Feinmotorik, der Sprache und der bildlichen Wahrnehmung, für die sich der Rettungsassistent vor Gericht verantworten musste. Das zuständige Verwaltungsgericht verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen und den Verlust seiner Zulassung als Rettungsassistent; das Oberverwaltungsgericht Lüneburg bestätigte das Urteil. Beide Gerichte berücksichtigten dabei auch frühere, z. T. ähnlich gelagerte Vergehen des Sanitäters.

 

Hier der Wortlaut der Urteile des Verwaltungsgerichts Hannover (Beschluss vom 11.11.2015, 7 B 3794/1) und des Oberverwaltungsgericht Lüneburg (Az. 8 ME 213/15)