Urteil

DAK legt alarmierenden „Psychoreport 2015“ vor

Erstellt am: 10.12.2015 | von: Redaktion K&K

Psychische Erkrankungen in Deutschland nehmen immer mehr dazu. Die hieraus resultierenden Ausfalltage im Job haben sich seit 1997 verdreifacht. Keine andere Krankheitsart verzeichnete einen ähnlich hohen Anstieg. Infolgedessen lagen Depressionen, Angst- und Anpassungsstörungen und andere psychische Erkrankungen 2014 erstmals auf Platz 2 der Fehltage-Statistik. Dies ist, knapp gefasst, das Ergebnis des „Psychoreport 2015“, den die DAK-Krankenkasse jetzt vorgelegt hat.

Ein Team von Berliner Wissenschaftlern hatte hierzu die Statistiken der mit rund 5 Millionen Versicherten drittgrößten deutschen Versicherung umfassend analysiert. Diese verzeichnete im vergangenen Jahr pro 100 Versicherten bereits 237 Ausfalltage aufgrund psychischer Leiden, 17 % aller Fehltage insgesamt. Hierbei stachen insbesondere zwei Branchen mit überdurchschnittlich hohem Krankenstand heraus: das Gesundheitswesen und die öffentliche Verwaltung.

Die Lektüre des kostenlos zur Verfügung stehenden Berichts ist erhellend, alarmierend und lohnend. Gerade auch, weil einmal mehr deutlich wird, dass der Schutz vor psychischen Erkrankungen einerseits Sache jedes Einzelnen, andererseits aber auch Verantwortung von Unternehmen und hier insbesondere der Führungskräfte ist. Diese haben wesentlichen Einfluss auf das Arbeitsklima und die Arbeitszufriedenheit – und damit auch wirksame Hebel, um das Risiko psychischer Erkrankungen im Betrieb zu verringern.

„Psychische Belastung und Burnout“ – ein Thema, mit dem sich Betriebsräte immer häufiger befassen müssen. Unser gleichlautendes Spezialseminar, Anfang Februar in Weimar, vermittelt hierzu die nötigen Fachkenntnisse. Noch sind freie Plätze verfügbar – seien Sie dabei!

 

Quelle: https://www.dak.de/dak/download/DAK-Psychoreport_2015-1718180.pdf